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Demobericht - 250 Radelnde auf der B12

Nicht nur breite, sondern auch viele Schulten braucht es, um das "Monsterprojekt B12" zu verhindern. So arbeiten die Kreisverbände des Bund Naturschutz Kempten-Oberallgäu und Ostallgäu-Kaufbeureneng zusammen, sprechen sich ab und unterstützen sich auch bei der Organisation und der Durchführung der Demonstrationen. Trotz nasskaltem Wetter kamen 250 Radelnde nach Buchloe.

20.09.2022

Insgesamt ist es ein beachtliches Bündnis geworden, das den Ausbau scharf kritisiert. Unter dem Motto "B12 - so nicht" finden sich viele ein, um sich für die Verkehrswende einzusetzen – wie auch am Sonntag in Lindenberg.    

Klappräder, Liegeräder, E-Bikes, Traktoren, Lastenräder, Kinder, Senioren, Familien, Landwirte – ein buntes Publikum findet sich ein und radelt in Teilen die B12 zwischen Jengen und Buchloe auf und ab. Eines ist dabei allen klar – den Oberallgäuern wie den Ostallgäuern – eine Gesamtbreite von 28 m braucht es nicht, da ist der große Lärmschutzwall noch nicht einmal miteingerechnet. Viele sprechen in Lindenberg sogar von einer Breite von 50 m.

Durch diese neue Allgäu-Autobahn werden 100 Hektar Fläche asphaltiert. „Dies entspricht in etwa drei landwirtschaftlichen Betrieben im Allgäu,“ rechnet Andreas Schmid vor, Ostallgäuer Kreisobmann des Bauernverbandes. Ackerland dürfe man nicht leichtfertig während einer Lebensmittelkrise für den Straßenbau opfern. Einen Hektar Land müsse letztendlich Michael Haußer für die B12 abgeben. Er kritisierte deutlich, dass in einigen Jahren täglich 25.000 Fahrzeuge pro Tag erwartet werden, wobei die neue Autobahn aber auf einen Ausbaustandard von 60.000 Fahrzeuge ausgelegt sei – ohne Sinn und Not.

Dem immensen Flächenverbrauch müssen man in Bayern Einhalt gebieten, betont auch Christina Haubrich, Landtagsabgeordnete der Grünen. Mit dem Geld für den Ausbau solle man lieber im Dieselloch Allgäu die Bahnstrecken elektrifizieren.

Der Buchloer Grüne Armin März, Anlieger der B12, bezeichnete den Lärmschutzwall als vergiftetes Geschenk, da der Lärmpegel durch den Ausbau sogar noch steigen werde, besonders wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung falle.

Thomas Reichart, Vorsitzender des BN aus dem Ostallgäu, positionierte sich klar: B12 ohne Tempolimit ist ein Irrsinn! Und das sehen alle Teilnehmer der Demo so.

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Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu.



Hummeln – Bienen im Pelz Vortrag des BUND Naturschutz stellt pelzige Brummer vor

Lebensweise, Schutz und Hilfe für die sympathischen Geschwister der Biene standen im Mittelpunkt. Demeter Imker Christian Sedlmair stellte uns in seinem Vortag  „Die Hummel - ein pummeliger Brummer, oft unterschätzt doch schützenswert" diese wichtigen und schützenswerten Insekten in Pfronten im Haus des Gastes vor.

Heimische Hummeln sind unverzichtbare Bestäuber von Kulturpflanzen und spielen daher in heimischen Biotopen eine wesentliche Rolle. Als staatenbildende Insekten stellen sie hohe Ansprüche an Nistplätze. Nur in Kulturlandschaften mit  Verstecken und passendem Blütenangebot kann eine breite Palette an Hummelarten existieren, denn diese Insekten haben keinen Imker, der ihnen eine Behausung zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu den Bienen können Hummeln auch bei kälteren Temperaturen fliegen und bestäuben. In kalten Frühjahren ist das besonders wichtig. Durch ihren Pelz ist die Bestäubungsleistung der einzelnen  Hummel sehr hoch und effizient, außerdem fliegen die Hummeln täglich viel länger als Bienen. Obwohl die meisten Arten stechen können, tun dies die friedfertigen Nützlinge nur bei massiven Angriffen, auch deshalb und weil sie fleißige Bestäuber sind werden sie gerne in Gewächshäuern bei Erwerbsgärtnereien eingesetzt.

Von den über 40 Hummelarten in Deutschland ist mehr als die Hälfte bereits gefährdet. Deshalb sind wilde Ecken im Garten, Totholz, aber auch Nisthilfen sehr wichtig.  Mähroboter sind der Tod jedes Hummelnestes. Durch den Einsatz von den sogenannten Neonikotoiden verlieren die Insekten, die Orientierung, drum ist es gut, dass diese jetzt verboten sind, so Sedlmair. Jeder kann in seinem Garten Insektenfreudliche Pflanzen anbauen, die ist auch in Balkonkästen möglich. Der Steingarten mit Elfantengras ist absolut kein Lebensraum für Hummeln und Co, so der erfahrene Imker.


Bayerische Naturschutzmedalie für Dr. Hans Ehrhardt

In seiner Laudatio betonte Weiger den hohen Einsatz, den Ehrhardt für die Natur geleistet hat, sei es für die Ausweisung des Birnbaumer Filz, als Naturschutzgebiet, der Kampf gegen den Ausbau der A7 , Erhardt ist auch der Ideengeber  und Planer für den Nationalpark Ammergebirge. Außerdem war er lange Jahre Naturschutzbeirat.


Kreisgruppenvorstand besucht BN Grundstück am Bodenlosen See bei Hausen

Vortrag "Nationalpark Ammergebirge – eine Schnapsidee ?" Referent Ulrich Wotschikowsky

Zugegeben – es war eine populistisch anmutende Überschrift, zu der die BUND- Naturschutz in Bayern e.V. - Ortsgruppe Halblech eingeladen hatte. Doch der Referent Ulrich Wotschikowsky, Forstwissenschaftler und Wildbiologe, wählte ganz bewusst diesen Titel für seinen Vortrag und versprach, die Argumente für und gegen die Nationalparkidee Ammergebirge kritisch zu durchleuchten. weiter: