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Klimakiller: BN fordert Stopp des B12-Ausbaus

Der geplante Ausbau der B12 zur Allgäu-Autobahn ist nach Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums das zweitschädlichste Straßenbauprojekt in Bayern.

04.04.2022

Zweifelhafte Ehre für die B12: Der geplante, vierspurige Ausbau der Bundesstraße zwischen Kempten und Buchloe wird nach Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums für mindestens jährlich knapp 25.000 Tonnen zusätzlichen CO2-Ausstoß verantwortlich sein. Nur der Ausbau der A8 zwischen München und Salzburg wird bayernweit als noch klimaschädlicher beurteilt.

Die BUND Naturschutz Kreisgruppen Ostallgäu-Kaufbeuren und Kempten-Oberallgäu haben sich daher in einem offenen Brief an den neuen Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und die Abgeordneten des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages gewandt, um über die Klimaschädlichkeit des Projektes zu informieren.

„Wir fordern den Stopp aller Bundesverkehrswegeplan-Projekte, welche eine negative Klimabilanz haben“, so der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe. „Da der B12-Ausbau zwischen Buchloe und Kempten eine besonders negative Klima-Bilanz aufweist, müssen die Planungen sofort beendet werden.“

Thomas Reichart, Vorstandsmitglied der BN-Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren erläutert: „In die Zahl einberechnet ist sowohl die graue Energie, welche durch den Bau der neuen Allgäu-Autobahn entsteht als auch der zusätzliche Energieverbrauch, der durch mehr und schnellere Fahrzeuge im Betrieb entsteht. Noch nicht berücksichtigt sind Emissionen, welche durch Eingriffe in Kohlenstoffsenken – z.B. Boden, Wald etc. – entstehen. Die Zahl wird real wohl noch höher ausfallen.“

Für die Kreisgruppen Ostallgäu-Kaufbeuren und Kempten-Oberallgäu des BUND Naturschutz steht damit fest, dass das Projekt in der vorliegenden Planung unbedingt gestoppt und konsequent anhand der Kriterien des Klimaschutzes überprüft werden muss. Eine realistische Bewertung des Projektes kann aus unserer Sicht nur zur Folge haben, es aus dem Bedarfsplan zu streichen, zumal der Nutzen des Ausbaus äußerst zweifelhaft ist.

Die Berechnung der Kohlendioxid-Äquivalent-Lebenszyklusemissionen finden Sie unter www.bvwp-projekte.de.

Die Berechnungen speziell zur B12 sind in den Projektdossiers der folgenden zwei Teilabschnitte hinterlegt:
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B012-G011-BY-T01-BY/B012-G011-BY-T01-BY.html
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B012-G011-BY-T02-BY/B012-G011-BY-T02-BY.html

Der BN sammelt Spenden für ein mögliches Klageverfahren unter https://www.betterplace.org/de/projects/94625-keine-allgaeu-autobahn-dieser-b12-ausbau-nein-danke



Hummeln – Bienen im Pelz Vortrag des BUND Naturschutz stellt pelzige Brummer vor

Lebensweise, Schutz und Hilfe für die sympathischen Geschwister der Biene standen im Mittelpunkt. Demeter Imker Christian Sedlmair stellte uns in seinem Vortag  „Die Hummel - ein pummeliger Brummer, oft unterschätzt doch schützenswert" diese wichtigen und schützenswerten Insekten in Pfronten im Haus des Gastes vor.

Heimische Hummeln sind unverzichtbare Bestäuber von Kulturpflanzen und spielen daher in heimischen Biotopen eine wesentliche Rolle. Als staatenbildende Insekten stellen sie hohe Ansprüche an Nistplätze. Nur in Kulturlandschaften mit  Verstecken und passendem Blütenangebot kann eine breite Palette an Hummelarten existieren, denn diese Insekten haben keinen Imker, der ihnen eine Behausung zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu den Bienen können Hummeln auch bei kälteren Temperaturen fliegen und bestäuben. In kalten Frühjahren ist das besonders wichtig. Durch ihren Pelz ist die Bestäubungsleistung der einzelnen  Hummel sehr hoch und effizient, außerdem fliegen die Hummeln täglich viel länger als Bienen. Obwohl die meisten Arten stechen können, tun dies die friedfertigen Nützlinge nur bei massiven Angriffen, auch deshalb und weil sie fleißige Bestäuber sind werden sie gerne in Gewächshäuern bei Erwerbsgärtnereien eingesetzt.

Von den über 40 Hummelarten in Deutschland ist mehr als die Hälfte bereits gefährdet. Deshalb sind wilde Ecken im Garten, Totholz, aber auch Nisthilfen sehr wichtig.  Mähroboter sind der Tod jedes Hummelnestes. Durch den Einsatz von den sogenannten Neonikotoiden verlieren die Insekten, die Orientierung, drum ist es gut, dass diese jetzt verboten sind, so Sedlmair. Jeder kann in seinem Garten Insektenfreudliche Pflanzen anbauen, die ist auch in Balkonkästen möglich. Der Steingarten mit Elfantengras ist absolut kein Lebensraum für Hummeln und Co, so der erfahrene Imker.


Bayerische Naturschutzmedalie für Dr. Hans Ehrhardt

In seiner Laudatio betonte Weiger den hohen Einsatz, den Ehrhardt für die Natur geleistet hat, sei es für die Ausweisung des Birnbaumer Filz, als Naturschutzgebiet, der Kampf gegen den Ausbau der A7 , Erhardt ist auch der Ideengeber  und Planer für den Nationalpark Ammergebirge. Außerdem war er lange Jahre Naturschutzbeirat.


Kreisgruppenvorstand besucht BN Grundstück am Bodenlosen See bei Hausen

Vortrag "Nationalpark Ammergebirge – eine Schnapsidee ?" Referent Ulrich Wotschikowsky

Zugegeben – es war eine populistisch anmutende Überschrift, zu der die BUND- Naturschutz in Bayern e.V. - Ortsgruppe Halblech eingeladen hatte. Doch der Referent Ulrich Wotschikowsky, Forstwissenschaftler und Wildbiologe, wählte ganz bewusst diesen Titel für seinen Vortrag und versprach, die Argumente für und gegen die Nationalparkidee Ammergebirge kritisch zu durchleuchten. weiter: