Fahrrad Demo auf der B12
Das Bündnis "B12 so nicht" organisiert zum 6.mal am dritten Sonntag im September eine Radl Demo auf der B12
am So. 20.09.25, 11 Uhr,
Auftaktveranstaltung Rudolf-Diesel-Str. 8, 87656 Germaringen Ende ca. 13 Uhr am Standort.
Seit Jahren kritisiert ein breites Bündnis, in dem sich Bund Naturschutz, Bayerischer Bauernverband, Grüne sowie Verkehrs- und weitere Umweltverbände zusammengeschlossen haben, die Pläne, nach denen die Bundesstraße B12 zwischen Buchloe und Kempten zum sogenannten „Allgäu-Schnellweg“ ausgebaut werden sollen – einer Monstertrasse in Autobahndimensionen. Die vierspurige Straße würde mit Mittelstreifen und Standspuren sowie weiteren baulichen Maßnahmen überall eine Breite von 28 Metern haben (Regelquerschnitt 28), wobei die Planung bei Germaringen und Kaufbeuren teilweise sogar eine 60 Meter breite Schneise vorsieht.„Bündnis B12-Ausbau – so nicht!“
Verschwendung von Feldern und Geldern
Dabei würden 90 Hektar landwirtschaftlich genutzte Flächen (entspricht etwa 126 Fußballfeldern) durch Versiegelung verloren und den Bauern weggenommen werden. 70 Brücken müssten komplett neu gebaut werden, dazu sind 4 neue Rastanlagen und 3 neue Auffahrten geplant. Bei den im Jahre 2014 ursprünglich veranschlagten Bruttokosten der geplanten Baumaßnahmen von 265,5 Millionen muss man heute bereits damit rechnen, dass es insgesamt realistischerweise ein Milliardenprojekt wird. Dabei weisen die Planungen erhebliche Mängel auf. Bevor im ersten Planungsabschnitt zwischen Buchloe und Jengen mit dem Bau beginnen werden kann, müssen Gerichte noch über mehrere Klagen entscheiden. Auch in den weiteren Abschnitten ist mit Klagen und Protesten zu rechnen, da auch viele Kommunalpolitiker bereits Widerstand angekündigt haben und die Dimensionen des Ausbaus für überzogen halten.
Auch die Kosten sind in Anbetracht der Haushaltslage im Bund nicht zu rechtfertigen. Das Sondervermögen Infrastruktur sollte in die Instandhaltung bestehender Strecken, die Sanierung tausender maroder Brücken und in den Bahnausbau gesteckt werden – nicht in eines der klimaschädlichsten Straßenbaumaßnahmen Bayerns. Schon bei der Aufnahme des Projekts in den Bundesverkehrswegeplan unter Bundesverkehrsminister Dobrindt hatte der Bundesrechnungshof angemahnt, die darin enthaltenen Pläne seien zu teuer und müssten dringend auf Plausibilität überprüft werden. Weder hat das CSU-geführte Verkehrsministerium je solche Prüfungen unternommen, noch hat der Freistaat je eine sinnvolle Priorisierung der Bayern betreffenden Verkehrsprojekte abgeliefert.
“Warum die Behörden beim Thema B12 derart stur auf einer Maximallösung beharren, anstatt nach Kompromissen zu suchen, ist völlig unverständlich. Das Beispiel Fellhorn zeigt, wie pragmatische Lösungen in ähnlichen Konflikten aussehen könnten: Beim Streit um den Lift wurde außergerichtlich ein Vergleich geschlossen. Und beim Ausbau der A8 bei Siegsdorf hat die Autobahn GmbH selbst die Pläne deutlich reduziert, auch wenn die bayerische Staatsregierung sich noch sträubt, das zu akzeptieren. Der Bund Naturschutz hat immer wieder betont, dass er bei Vorlage von maßvollen B12-Ausbauplänen gesprächsbereit wäre. Warum wird diese Chance auf einen Kompromiss von den Behörden nicht genutzt? ” Thomas Reichart, Bund Naturschutz
Vortrag "Nationalpark Ammergebirge – eine Schnapsidee ?" Referent Ulrich Wotschikowsky

Zugegeben – es war eine populistisch anmutende Überschrift, zu der die BUND- Naturschutz in Bayern e.V. - Ortsgruppe Halblech eingeladen hatte. Doch der Referent Ulrich Wotschikowsky, Forstwissenschaftler und Wildbiologe, wählte ganz bewusst diesen Titel für seinen Vortrag und versprach, die Argumente für und gegen die Nationalparkidee Ammergebirge kritisch zu durchleuchten. weiter:







