Willkommen bei der Ortsgruppe Seeg

Ortsgruppe Seeg
Vorsitz: Josef Beller,
Peter Däxle
Kontaktadresse: 87637 Seeg, An der Hofsatt 6
Tel. 08364 - 545
mail: seeg@bund-naturschutz.de
Mildes Wetter - Amphibien gehen auf Wanderschaft



Aufgrund des milden und feuchten Wetters gehen vielerorts die ersten Amphibien auf Wanderschaft. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen sie oftmals Straßen überqueren. Überall in Bayern werden deshalb Amphibienzäune aufgebaut. Die größte Mitmachaktion des BUND Naturschutz rettet jährlich bis zu einer halben Million Amphibien das Leben.
In der Pressemitteilung des Bund Naturschutz vom 23.02.2026 heißt es weiter:
„In den letzten Jahren kommen von unseren Aktiven aus ganz Bayern alarmierende Signale. An den meisten Übergängen werden selbst Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch weniger. Wir hoffen sehr, dass sich der Trend dieses Jahr nicht weiter fortsetzt“, erklärt der BN-Amphibienexperte Andreas Zahn.
Erfreulicherweise bestätigt sich dieser Trend an den Amphibienwanderwegen mit den größten Amphibienzahlen im
Bereich der BN-Kreisgruppe OAL nicht.




Die BN-Ortsgruppe Seeg betreut seit mehr als 30 Jahren die Amphibienwanderungen am Seeger See und Schwaltenweiher und hat dabei bereits mehr als 100.000 Amphibien das Leben gerettet.




Die Amphibienzahlen sowohl am Seeger See als auch am Schwaltenweiher bleiben auf hohem Niveau, wie die Graphiken der Jahre 1994 bzw.1996 bis 2025 verdeutlichen.

Für die großen Schwankungen der Amphibienzahlen über die vielen Jahre haben wir allerdings noch keine schlüssigen Erklärungen
Pflanzaktion an der Lobach 2017
Die Ortsgruppe Seeg des BN bepflanzte nach längerer Vorbereitungszeit Anfang Mai Gewässerrandstreifen an der Lobach. Ausgangspunkt für die Pflanzaktion war das Bachmuschelprojekt, in dessen Zusammenhang das Vorkommen der seltenen Bachmuschel in der Lobach erfasst wurde.
Nachdem an der Lobach in den vergangenen Jahren in weiten Teilen eine Abschrägung der Uferregion erfolgt war, ist dort kaum noch Uferbewuchs vorhanden. Deshalb entschloss sich die Ortsgruppe nach Absprache mit der Gemeinde, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt, der Fischereigenossenschaft und angrenzenden Landwirten, den Versuch zu unternehmen, an einigen Uferbereichen mit standortgerechten und gewässertypischen Pflanzen wieder eine natürliche Ufervegetation herzustellen.
An vier Abschnitten entlang des Gewässers wurden ca. 250 typische Gewässerrandpflanzen wie Grau- und Roterle, verschiedene Weidenarten, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Trauben-Kirsche, Roter Hartriegel und Weiß-Birke eingepflanzt und anschließend eingezäunt. Sämtliche neu entstandenen Bereiche nördlich der Buchach-Brücke befinden sich in Besitz der Gemeinde, des Wasserwirtschaftsamtes oder der Moorallianz. Durch die Bepflanzung einzelner Abschnitte an der Lobach erhofft sich die BN-Ortsgruppe in naher Zukunft vor allem eine Befestigung und eine teilweise Beschattung der Uferzone. Zudem können die gepflanzten Sträucher und Bäume ein Bindeglied zwischen Gewässer und angrenzender Kulturlandschaft darstellen und sich zu wertvollen Saumbiotopen entwickeln, die einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt Lebensraum bieten.
Ein ganz besonderer Dank geht an die Unterstützer und Helfer der Pflanzaktion, die auch schlechtes Wetter nicht scheuten, um das Projekt zum Abschluss zu bringen.
Bachmuschelprojekt 2016


Im Frühjahr 2016 wurde das aus Erlösen der "Glücksspirale" finanzierte Projekt zur Bestandsaufnahme des Bachmuschelvorkommens in der Lobach durchgeführt. Unter Leitung des Biologen Dr. Michael Schneider gingen Mitglieder der Ortsgruppe auf Seeger Gemeindegebiet in der Lobach und ihren Zuflüssen im Zeitraum von mehreren Wochen der Frage nach:
Gibt es die früher sehr häufig vorkommende und nun vom Aussterben bedrohte Bachmuschel überhaupt noch bei uns?
Nach vielen Tagen der Suche nur mit Funden von leeren Schalen entdeckte Katrin Hopf schließlich sechs lebende, jedoch bereits ältere Exemplare der streng geschützten Bachmuschel.
Dies gibt Grund zur Hoffnung, mahnt aber auch dringend zu raschem Handeln. Der Lebensraum für die Bachmuschel und die ökologische Situation an der Lobach sollten verbessert werden. Eine wertvolle Aufgabe, der sich die Naturfreunde im Dialog mit Gemeinde, Landwirten, Wasserwirtschaftsamt und Fischereiverein gerne widmen wollen.
Link zur BR-Sendung „Bachmuschelsuche im Ostallgäu“:
http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/bachmuschel-ostallgaeu-100.html


