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B12 Ausbau - Das Dinosaurierprojekt

Der Ausbau der B12 ist völlig aus der Zeit gefallen, wie die Dinosaurier in unserem Video!

18.08.2021

Deutschland spricht von Klima- und Artenschutz. Doch bei der Mobilität wird immer noch eine zerstörerische Dinosaurier-Straßenbaupolitik betrieben, nach dem Motto: größer, schneller, breiter. Statt Verkehr zu vermeiden oder zu verlagern wird eine Straße nach der anderen gebaut.

Für Bayern finden sich im Bundesverkehrswegeplan:

- circa 300 Straßenbauprojekte an Autobahnen
- Bundesstraßen mit einer Länge von circa 2000 Kilometern.

Eine davon ist die B12 im Allgäu. Ihr geplanter vierspuriger Ausbau zwischen Buchloe und Kempten soll mit einem Regelquerschnitt von 28 Metern erfolgen. Das ist breiter als die A94 durchs Isental und breiter als die Brenner-Autobahn. Hinzu kommen viele Brücken, neue Auffahrten, Rastanlagen, Entwässerung und zusätzliche Anwandwege. Der Gesamtflächenverbrauch liegt bei weit über 100 Hektar, etwa 90 Prozent davon landwirtschaftlich genutzt.

Planungsgrundlage dafür ist der Bundesverkehrswegeplan. Mit diesem

- erreichen wir die Klimaziele von Paris nicht
- stören wir die Natur und treiben das Artensterben voran.

Der Verkehrsbereich ist das Sorgenkind des Klimaschutzes in Deutschland. - Er hat bisher noch keinen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen geleistet.

- Er ist der einzige Sektor, dessen Emissionen seit 1990 nicht gesunken sind.
- Dabei entfällt der Hauptteil auf den motorisierten Straßenverkehr, der 2019 für 94 Prozent der Emissionen des gesamten Sektors verantwortlich war. So darf es keinesfalls weitergehen!

BUNDESTAGSWAHL IST KLIMAWAHL

Straßenneubau und -ausbau abwählen!

Mehr zu den Straßenbau-Dinosauriern des Bundesverkehrswegeplans: www.bund-naturschutz.de/strassenbaudinosaurier



Hummeln – Bienen im Pelz Vortrag des BUND Naturschutz stellt pelzige Brummer vor

Lebensweise, Schutz und Hilfe für die sympathischen Geschwister der Biene standen im Mittelpunkt. Demeter Imker Christian Sedlmair stellte uns in seinem Vortag  „Die Hummel - ein pummeliger Brummer, oft unterschätzt doch schützenswert" diese wichtigen und schützenswerten Insekten in Pfronten im Haus des Gastes vor.

Heimische Hummeln sind unverzichtbare Bestäuber von Kulturpflanzen und spielen daher in heimischen Biotopen eine wesentliche Rolle. Als staatenbildende Insekten stellen sie hohe Ansprüche an Nistplätze. Nur in Kulturlandschaften mit  Verstecken und passendem Blütenangebot kann eine breite Palette an Hummelarten existieren, denn diese Insekten haben keinen Imker, der ihnen eine Behausung zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu den Bienen können Hummeln auch bei kälteren Temperaturen fliegen und bestäuben. In kalten Frühjahren ist das besonders wichtig. Durch ihren Pelz ist die Bestäubungsleistung der einzelnen  Hummel sehr hoch und effizient, außerdem fliegen die Hummeln täglich viel länger als Bienen. Obwohl die meisten Arten stechen können, tun dies die friedfertigen Nützlinge nur bei massiven Angriffen, auch deshalb und weil sie fleißige Bestäuber sind werden sie gerne in Gewächshäuern bei Erwerbsgärtnereien eingesetzt.

Von den über 40 Hummelarten in Deutschland ist mehr als die Hälfte bereits gefährdet. Deshalb sind wilde Ecken im Garten, Totholz, aber auch Nisthilfen sehr wichtig.  Mähroboter sind der Tod jedes Hummelnestes. Durch den Einsatz von den sogenannten Neonikotoiden verlieren die Insekten, die Orientierung, drum ist es gut, dass diese jetzt verboten sind, so Sedlmair. Jeder kann in seinem Garten Insektenfreudliche Pflanzen anbauen, die ist auch in Balkonkästen möglich. Der Steingarten mit Elfantengras ist absolut kein Lebensraum für Hummeln und Co, so der erfahrene Imker.


Bayerische Naturschutzmedalie für Dr. Hans Ehrhardt

In seiner Laudatio betonte Weiger den hohen Einsatz, den Ehrhardt für die Natur geleistet hat, sei es für die Ausweisung des Birnbaumer Filz, als Naturschutzgebiet, der Kampf gegen den Ausbau der A7 , Erhardt ist auch der Ideengeber  und Planer für den Nationalpark Ammergebirge. Außerdem war er lange Jahre Naturschutzbeirat.



Kreisgruppenvorstand besucht BN Grundstück am Bodenlosen See bei Hausen

Vortrag "Nationalpark Ammergebirge – eine Schnapsidee ?" Referent Ulrich Wotschikowsky

Zugegeben – es war eine populistisch anmutende Überschrift, zu der die BUND- Naturschutz in Bayern e.V. - Ortsgruppe Halblech eingeladen hatte. Doch der Referent Ulrich Wotschikowsky, Forstwissenschaftler und Wildbiologe, wählte ganz bewusst diesen Titel für seinen Vortrag und versprach, die Argumente für und gegen die Nationalparkidee Ammergebirge kritisch zu durchleuchten. weiter: